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Gesunde Zukunft | NEWS

Bruthöhlen nicht sprengen

Derzeit plant die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV), ein Unternehmen der öffentlichen Hand, das Verfahren der Sprengverdichtung einzusetzen, um den Boden der Innenkippe Spreetal vor dem Abrutschen zu sichern. Das Areal befindet sich nördlich von Hoyerswerda. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Sachsen befürchtet, dass im Verlauf der Sprengungen unter anderem unter Naturschutz stehende Wölfe und deren Nachwuchs nicht nur gestört, sondern getötet werden.


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Wollen wir wirklich noch mehr morden?

Franziska Klemenz über die Angst vor Wölfen

Gruselmärchen sind so penetrant. Schnulzen habe ich sofort vergessen, Monster und Gespenster nicht. Als Kind Stoff meiner Träume, heute reiß ich mich zusammen. Darin sollten wir uns alle üben. Würde das Layout es erlauben, folgender Satz stünde hier so groß wie unser Titel: Wölfe essen keine Omas!


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Die Leiche vor dem Komposthaufen

Bei einer Jänkendorfer Familie lag ein zerfleischter Wolf im Garten. Manche Nachbarn fürchten sich jetzt.

Spitzengardinen zieren die Fenster, ein Blumenstrauß die Küchenanrichte, Schnörkel das kastanienbraune Tor. Familie B. hat sich inmitten der Natur eine Idylle aufgebaut. Am Rande von Jänkendorf, den Wald in Blick- und Hörweite. Manchmal, sagt der 46-jährige Familienvater, hat er die Wölfe schon heulen hören. Gesehen hat er sie noch nie. Bis letzten Donnerstag.


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Der BUND Sachsen lehnt die vorliegende Verordnung ab, da sie mit geltenden bundes- und unionsrechtlichen Vorgaben schlicht unvereinbar ist.

 

Foto: Doris Opitz/pixelioSehr geehrte Damen und Herren,

der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Sachsen e.V., bedankt sich für die Beteiligung zu o. g. Verordnungsentwurf.

Wir kommen aber nicht umhin zu bemängeln, dass die Anhörung per E-Mail vom 17.12.2018 in die Zeit von Weihnachten und den Jahreswechsel gelegt wurde und die gewährte Frist zur Stellungnahme auch angesichts des Umfangs der überlassenen Unterlagen von gut 600 Seiten deutlich zu knapp bemessen ist. Dies gilt umso mehr, als die Überlegungen zum Erlass einer entsprechenden Verordnung ausweislich der beigefügten Unterlagen schon seit mehr als einem Jahr bestehen und eine besondere Eile nicht geboten ist. Wir behalten uns deshalb auch eine Ergänzung und Konkretisierung unserer Bedenken im anstehenden Anhörungstermin vor.


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Glyphosat-Ausstieg droht teuer zu werden

Alternative Verfahren kosten fast zehnmal so viel. Aber vielleicht akzeptieren die Görlitzer auch mehr Unkraut in ihren Parkanlagen.

Der Verzicht auf das Pflanzengift Glyphosat erhöht die Kosten für die Pflege der Grünanlagen deutlich. Das geht aus Zahlen hervor, die der Leiter des städtischen Betriebshofes, Peter Schäfer, jetzt vor dem Stadtrat bekannt gab. Kostete die Pflege von rund 75.000 Quadratmeter Fläche bislang 15.500 Euro pro Jahr, werden bei selbem Standard ohne Glyphosat-Einsatz rund 135.000 Euro pro Jahr fällig. Hinzu kommen einmalige Kosten für die Anschaffung von Maschinen in Höhe von rund 140.000 Euro.


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Wie Neustadt gegen die Hühnerfarm kämpft

 

Der Bürgermeister hat Einspruch gegen eine Anlage für 30 000 Legehennen erhoben. Die Planung ging aber weiter.

Unter dem Zuzug von neuen Einwohnern hatten sich die Langburkersdorfer eigentlich etwas anderes vorgestellt. Die Ankündigung, eine Bio-Legehennenfarm könnte im Neustädter Ortsteil gebaut werden und dort 30 000 Hennen einziehen, erntete bereits im Jahr 2010 vehemente Kritik. Seitdem sind viele Jahre vergangen, die Farm steht noch immer nicht, doch die Angst vor Lärm, Dreck und Gestank bleibt – auch, weil durch die aktuelle Fassung des Regionalplans die Grundlage für die Anlage geschaffen werden könnte. Das Neustädter Rathaus protestiert.


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Will die Staatsregierung den Wolf ausrotten?

Die sächsische Landesregierung will den Wolf im Freistaat ausrotten. Das zumindest legt ein Entwurf zur Wolfsmanagementverordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft nahe.

Die „Entnahme“ genannte Tötung einzelner Wölfe, ganzer Gruppen und auch von Jungtieren soll unter anderem dann stattfinden dürfen, wenn „das öffentliche Leben erheblich gestört wird“. Das lässt gefährlichen Spielraum für Interpretationen. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Sachsen kritisiert den Entwurf. Wölfe stehen naturschutzrechtlich unter strengem Schutz. Felix Ekardt, der Vorsitzende des BUND Sachsen, sagt dazu: „Der Verordnungsentwurf ist mit dem naturschutzrechtlichen Schutz der Wölfe nicht vereinbar. Dem Wolf ist Respekt entgegen zu bringen. Ebenso muss der Respekt des Wolfes vor dem Menschen aufrechterhalten werden. Das erreichen wir nicht, indem wir aus diffusen Gründen ganze Rudel ausrotten.“


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Vor diesen Tieren hat der Wolf Respekt

Die Landwirte aus der Region setzen beim Herdenschutz neben Zäunen auf ganz unterschiedliche Strategien.

Von Manfred Müller

Wenn Gefahr droht, treiben Li und Lu die Schafherde in die Mitte der Umzäunung, umkreisen sie und achten darauf, dass keins der Tiere ausbricht. Macht sich ein Wolf am Weidezaun zu schaffen, schlagen sie mit lautem, durchdringendem Eselsgeschrei Alarm. Das nervt die Räuber offenbar so sehr, dass sie darauf verzichten, sich unter der Absperrung durchzugraben. Vielleicht ist es auch der Respekt vor den kräftigen Hufen, mit denen die Eselstuten, Mutter und Tochter, nach allen Seiten ausschlagen können.


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Mehr oder weniger geschützt

Am Wolf scheiden sich in Sachsen die Geister. Soll man die Raubtiere jagen oder besser schützen?

 

Dresden/Berlin Naturschutzverbände und die Grünen pochen weiter auf einen umfassenden Schutz für Wölfe. Die Tiere sollten aus dem sächsischen Jagdrecht entfernt und stattdessen ausschließlich dem Naturschutzrecht unterstellt werden, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Positionspapiers des Bundes für Umwelt und Naturschutz Sachsen (BUND). Seit 2012 unterliegen Wölfe in Sachsen dem Jagdrecht, besitzen aber eine ganzjährige Schonzeit.

Die Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen verlangen dagegen einen anderen Umgang mit den Raubtieren und klare Regeln für ihren Abschuss. Am Freitag brachten sie einen entsprechenden Antrag in den Bundesrat ein. Die drei besonders von Wölfen betroffenen Länder fordern ein nationales Konzept, wie künftig mit größer werdenden Beständen umzugehen ist. Nach weiteren Beratungen in den Ausschüssen des Bundesrats kommt der Antrag erneut ins Plenum.


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Warum der BUND gegen die S 177 klagt

In hitziger Debatte rechtfertigt der Umweltverband den Gang vors Gericht. Noch ließe sich ein Zeitverzug abwenden.

Von Dirk Schulze

 

Wünschendorf. Das zentrale Anliegen formulierte Wünschendorfs Ortsvorsteher Wolfgang Weiß: „Wie können wir Sie davon überzeugen, dass sie ihre Klage zurückziehen?“ Die Frage richtete sich an David Greve, den Landesgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Sachsen. Der Umweltverband klagt gegen die geplante Ortsumfahrung der S 177 um Wünschendorf und Eschdorf. Der von den verkehrsgeplagten Einwohnern herbeigesehnte Bau der Umgehungsstraße könnte sich dadurch um Jahre verzögern. In einer Einwohnerversammlung stellte sich der Verbandschef den Fragen der Anlieger. Die SZ fasst die hitzige Diskussion im überfüllten Saal der Alten Feuerwache in Wünschendorf zusammen.


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