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Gesunde Zukunft | NEWS

Stadt bereitet Glyphosat-Ausstieg vor

Im September liegt ein Konzept von OB Deinege aus, wie Görlitz auf das umstrittene Unkrautbekämpfungsmittel verzichtet.

 

Görlitz. Voraussichtlich ab nächstem Jahr wird die Stadt kein Glyphosat mehr einsetzen, um Wege in städtischen Grün- oder auf Sportanlagen von Unkraut freizuhalten. Das geht aus einem Beschluss des Stadtrates hervor, der gestern Abend einstimmig fiel. Demnach verpflichten die Stadträte die Stadt, auf Glyphosat zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu verzichten und auch keine Sondergenehmigungen beim Freistaat mehr zu beantragen. Die jetzt geltende läuft Ende des Jahres aus.


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Glyphosat beschäftigt die Görlitzer

Lassen sich die kommunalen Flächen ohne das Gift bewirtschaften? Mehr Kosten oder mehr Wildwuchs wären der Preis.

Von Ines Eifler

Könnten die Görlitzer damit leben, wenn auf den Fußwegen im Stadtpark, auf dem Wilhelmsplatz, in der Friedenshöhe, im Ölberggarten oder in der Ochsenbastei etwas mehr Gras wüchse? Wenn der Löwenzahn deutlicher zum Stadtbild gehörte? Oder wenn auf dem Postplatz statt Stiefmütterchen Wiesenblumen und Wildkräuter blühten, mehr Schmetterlinge flatterten und Bienen summten?

Ein großer Teil der Bürger wäre vielleicht dafür, wenn stattdessen auf den Einsatz des umstrittenen Pestizids Glyphosat in den städtischen Grünanlagen verzichtet würde. Denn hinter den über 50 Zuhörern, die am Donnerstagabend zur Diskussion „Pestizidfreie Kommune“ ins Café Kugel kamen, stehen sicherlich noch mehr Menschen, die das Thema Glyphosat umtreibt. Weil sie fürchten, dass die WHO recht hat, wenn sie das Mittel als krebserregend einstuft. Weil sie möchten, dass die Pflanzen- und Insektenvielfalt erhalten bleibt. Und weil sie sich wünschen, dass wieder mehr Vögel singen. Mehr Wildwuchs im Stadtbild oder höhere Personalkosten für Gärtner wären allerdings der Preis für weniger Gift. Das ergab die Diskussion, zu der die Görlitzer Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vorgestern im Rahmen der aktuellen deutschlandweiten BUND-Kampagne „Pestizidfreie Kommunen“ einlud.


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Wissenschaftler widersprechen Jägern

Jagdverband und ein AfD-Mann behaupten: Viele Wölfe sind gefährliche Mischlinge. Das ist purer Unsinn, sagen Experten.

 

Bautzen. Beharrlichkeit kann sich auszahlen – das wissen Jäger sehr genau. Doch Ausdauer braucht es bisweilen nicht nur auf dem Hochsitz. Mit Beharrlichkeit werben Sachsens Jäger bereits seit Jahren dafür, die Hürden für den Abschuss des Wolfes zu senken. Erst kürzlich hatte der Landesjagdverband wieder vor einer wachsenden Bedrohung gewarnt und dabei auch auf die Gefahren durch Hybriden, Kreuzungen zwischen Wölfen und Hunden, verwiesen. Diese seien gefährlich für den Bestand der echten Grauwölfe – aber auch den Menschen. Eine These, bei der echte Fachleute allerdings vehement mit dem Kopf schütteln.


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Familie Wolf  -Gefährliche Nachbarn?

Wölfe breiten sich in Deutschland und Frankreich immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um das herauszubekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer. Mit Hilfe seiner Aufnahmen gelang erstmalig ein hautnaher Einblick in das Privatleben bei "Familie Wolf".

Ansehen: -> https://www.arte.tv/de/videos/061721-000-A/familie-wolf-gefaehrliche-nachbarn/

 


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BUND Ortsgruppe Ottendorf-Okrilla gegründet

Im März 2017 gründeten sechs Bürger aus Ottendorf-Okrilla in der Gaststätte „Zum Teichwiesenbad“ die BUND Ortsgruppe Ottendorf-Okrilla. Zum Vorsitzenden der neuen Ortsgruppe wurde Daniel Hahn gewählt. Als Ortsgruppe gehört diese der Regionalgruppe (RG) Gesunde Zukunft | BUND Sachsen e.V. RG der Landkreise Bautzen | Görlitz | Sächs. Schweiz, sowie des BUND Landesverbandes Sachsen e.V. an.

Auf ihrer ersten Gründungszusammenkunft lieferten die Versammelten bereits Vorschläge,...


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Neue Wölfe im Revier

Das „Lupus“-Institut hat den genetischen Beweis. Die Tiere gingen am Rande von Hoyerswerda mehrfach in eine Fotofalle.

Von Ralf Grunert

Eine Fotofalle im Bereich des Besdank-Teiches unweit von Klein Zeißig hat in den zurückliegenden Wochen unzählige Fotos von Wölfen geschossen. Mal sind zwei Elterntiere darauf zu erkennen, in einem Fall gleich sechs Jungwölfe. Was auffällt: Nie sind Eltern und Nachwuchs gemeinsam in die Fotofalle getappt. Allerdings wurden sie jeweils mehrfach abgelichtet. Das und das Vorhandensein von Nachwuchs gilt unter den Wolfsexperten als Beweis, dass die Tiere nicht auf der „Durchreise“ sind, sondern sich dauerhaft angesiedelt haben. Ein Fakt, den das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ gestern auf TAGEBLATT-Anfrage auch bestätigte. Es handelt sich um ein neues Rudel, für das es auch schon eine Bezeichnung gibt: das Knappenroder Rudel. Südöstlich von Hoyerswerda hat es sich etabliert. „Im Jahr 2015 wurden dort mindestens zwei Welpen aufgezogen, auch in diesem Jahr hat das neue Wolfspaar wieder Nachwuchs“, so die Auskunft aus dem Kontaktbüro. „Bei der Mutterfähe des Knappenroder Rudels handelt es sich laut der genetischen Analyse auf Basis von Losungsfunden um eine Tochter des Milkeler Rudels. Sie und ihr Partner behaupten ein eigenes Territorium zwischen den benachbarten Seenland- und Rosenthaler Rudeln und nahmen dafür auch einen Teil des östlich angrenzenden Milkeler Rudel-Territoriums in Beschlag.“ Erst vor wenigen Tagen kam mit der genetischen Analyse die Bestätigung, dass es sich hier um ein neues Rudel handelt.


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Zwei neue Wolfsrudel in Sachsen


Dresden.
In Sachsen gibt es zwei neue Wolfsrudel, eins im Landkreis Meißen und eins in der Lausitz. Das teilte am Montag das Wolfskontaktbüro Lupus in Rietschen mit. Somit leben hier jetzt insgesamt 14 Rudel.

Rudel in der Königsbrücker Heide

Nach der Sichtung von drei Wolfswelpen am Montag vergangene Woche sind sich die Experten sicher: Im westlichen Teil der Königsbrücker Heide lebt eine neue Wolfsfamilie. In der Grenzregion der Landkreise Meißen und Bautzen wurden bereits Anfang März Tiere gesehen. Jetzt erweist sich die Sichtung als Identifizierung eines neuen Rudels. Wie weit sich das Revier erstreckt, wird derzeit noch geprüft.


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Lass wachsen

 

Im Schlossgelände wurde eine neue Winterlinde gepflanzt. Darin hat Neustadts Stadtchef inzwischen schon Übung.

Von Katarina Gust

Langburkersdorf.

Den Griff zum Spaten beherrscht Peter Mühle. Neustadts Bürgermeister schnappt sich das Arbeitsgerät und legt los. Seine Mission heißt Baumpflanzen. Im Schlossgelände hat er am Sonnabend zusammen mit Mitgliedern der Langburkersdorfer Ortsgruppe des BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz Sachsen, eine Winterlinde gepflanzt. Diese ist ein Ersatz für abgestorbene Bäume und soll für frisches Grün am Schloss sorgen. Der Termin für die Aktion wurde bewusst gewählt, am 23. April wurde der Tag des Baumes gefeiert. Seit 1952 wird er in Deutschland begangen. Er soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. Noch dazu ist die Winterlinde der „Baum des Jahres 2016“. Das Exemplar, das nun den Schlosspark ziert, hat bereits eine stattliche Größe. Laut Informationen der Stadtverwaltung wurde der Baum zuvor dreimal in einer Baumschule umgesetzt. Das soll den Baum abhärten und ihn besser anwachsen lassen. Der BUND finanzierte die Winterlinde zusammen mit der Stadt Neustadt. Nach der Pflanzaktion schnürten die Beteiligten die Wanderschuhe. Zusammen mit Ratschef Peter Mühle ging die rund zweistündige Tour durch den Langburkersdorfer Goldgrund.

 


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Schlossgelände bekommt neuen Baum

Zum Tag des Baumes wird eine Winterlinde am Schloss Langburkersdorf gepflanzt. Seit wenigen Tagen wächst solch ein Baum schon an anderer Stelle.

22.04.2016 Von Katarina Gust

Langburkersdorf.

Das Areal am Schloss Langburkersdorf wird grüner. Dafür sorgt die Ortsgruppe vom Bund für Umwelt und Naturschutz. Die Mitglieder aus Langburkersdorf werden an diesem Sonnabend, 11 Uhr, im Schlossgelände eine Winterlinde in die Erde setzen. Der Termin hat einen Grund. Am 23. April wird der Tag des Baumes gefeiert. Die Kosten für den neuen Baum trägt der Bund und die Stadt Neustadt, wie Bürgermeister Peter Mühle (NfN) mitteilt. Er lädt interessierte Bürger zu der Aktion ein.


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Neue Pläne für Kirchweg

Der BUND will die Fällung der 15 Eschen an der Straße in Wachau noch verhindern. Die Entscheidung liegt dann beim Landratsamt.

Von Thomas Drendel

 

Wachau. Großer Bahnhof am kleinen Kirchweg. In Wachau haben sich vor einigen Tagen Mitarbeiter des Landratsamtes Bautzen, des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Gemeinde Wachau und der Teilnehmergemeinschaft Wachau getroffen. Sie wollten sich die 15 Eschen, die entlang des Weges stehen, noch einmal genau ansehen und eine Entscheidung treffen, wie es mit ihnen weitergeht.

Vom Landratsamt war bereits eine Fällung der teils großen Bäume genehmigt worden. Nach Ansicht des BUND könnten sie trotz des Ausbaus des Weges stehen bleiben. Offenbar ist ein abschließendes Urteil schwieriger als gedacht. „Eine abschließende Festlegung, ob die Bäume nun gefällt werden müssen oder nicht, ist noch nicht getroffen worden“, sagt Sabine Rötschke, Mitarbeiterin des Landratsamtes. Nach ihren Angaben hat der BUND angeboten, eine Alternativplanung für den Ausbau der Straße vorzulegen. „Die Ausarbeitung und Prüfung dieser Pläne ist noch nicht abgeschlossen. Erst wenn das geschehen ist, wird eine Entscheidung fallen“, sagt sie.

Noch im vergangenen Jahr schien die Sache klar zu sein. Der Wachauer Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU) hatte erklärte, dass das Stück Weg wie von vielen asphaltiert werden kann und das Amt für ländliche Neuordnung den Großteil der Kosten übernehmen wird. Als dann auch die Genehmigung kam, hatte niemand damit gerechnet, dass es noch ein zurück gibt. Doch Straßenbauingenieur Dr. Ditmar Hunger aus Dresden war durch die SZ auf die geplante Fällung aufmerksam geworden, sah sich den Weg an und kam zu dem Schluss, die Bäume müssten nicht gefällt werden.


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